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Lebendiger Rhein > Revitalisierung degradierter Flussufer
Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln
Umsetzung exemplarischer Maßnahmen zur Revitalisierung degradierter Uferabschnitte des Rheins im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Wasserstraße und Hochwasserschutz

Anlass und Ansatz

Den großen Flüssen kommt herausragende Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Deutschland zu. Im Widerspruch dazu sind Naturschutzbelange in diesem Ökosystem stark vernachlässigt. Die großen Flüsse sind praktisch flächendeckend Bundeswasserstraßen und unterliegen damit dem Primat der verkehrlichen Nutzung. Naturschutzmaßnahmen werden darüber hinaus durch die Verteilung der Zuständigkeiten und Schlüsselfunktionen
auf Bund und Länder erschwert.

 

Am Rhein beschreitet der NABU mit dem Projekt „Lebendiger Rhein – Fluss der tausend Inseln“ neue Wege, um an der meistbefahrenen Binnenwasserstraße Europas anhand beispielhafter Maßnahmen wieder Raum für vielfältige Flusslebensgemeinschaften zu schaffen. Als Schlüsselproblem sehen wir dabei die Initiierung dynamischer Prozesse und naturnaher Flussbett- und Uferstrukturen bei gleichzeitiger Sicherung der Bundeswasserstraßenfunktion.

 

Auf zum Strand

Sand unter den Füßen, Muscheln am Strand und Baden im Rhein – die verbesserte Wasserqualität lässt es wieder zu. Doch statt flacher Strände treffen Erholungssuchende meist auf verbaute Ufer – unattraktiv für Erholung und Natur. Durch die Renaturierung bisher verbauter Ufer lassen sich neben neuem Lebensraum für Flussbewohner auch wertvolle Erholungsmöglichkeiten am Rhein zurückgewinnen.

Dort lässt sich urwüchsige Flussnatur vor den Toren der Städte erleben. Nirgends sonst in Europa wohnen und leben so viele Menschen an und mit dem Strom wie am Rhein. Nirgends sonst können so viele Menschen von neuer Flussnatur und Vielfalt profitieren.

 

Zukunftsprogramm Rhein

Die Umweltminister der Rheinanliegerstaaten haben wichtige politische Weichen gestellt. Mit dem Rheinprogramm 2020, verabschiedet im Januar 2001 in Straßburg, haben sich die Umweltminister der Rheinanliegerstaaten für die nächsten 20 Jahre weitgehende Verbesserungen des Ökosystems Rhein auf die Fahnen geschrieben. Nachdruck erhalten die Ziele durch die Anforderungen der EU-Wasserrahmenrichtlinie. Für die Verwirklichung der anspruchsvollen Ziele müssen oft neue Wege erst gefunden und neue Lösungsansätze erst erprobt  werden. Modellprojekte sind deshalb ein wichtiges Instrument des Rheinprogramm 2020.

 

Die Initiative

In dieser Situation ergreift der NABU die Initiative. Mit Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Partnern aus der Wirtschaft (Michael Otto Stiftung, Kyocera-Mita) und weiteren Stiftungen initiieren und realisieren wir beispielhafte Projekte an Ober-, Mittel- und Niederrhein. Diese sollen exemplarisch aufzeigen, wie an der meistbefahrenen Binnenwasserstraße Europas wieder Raum für naturnahe Flussbett- und Uferstrukturen mit ihren typischen Lebensgemeinschaften geschaffen werden kann. Anhand dieser Projekte bringen wir die verschiedenen Akteure an einen Tisch um neue Wege und Kooperationen im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Wasserstraße und Hochwasserschutz zu erproben.

 

Konkrete Maßnahmen

Vierzehn Modellprojekte zwischen Straßburg und der niederländischen Grenze greifen exemplarisch die wichtigsten Handlungsfelder und Strukturdefizite am Rhein auf. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen Maßnahmen sollen Impulse für die weitere Umsetzung des "Rheinprogramm 2020" liefern.

Weitergehende Informationen zu den Modellvorhaben allgemein  liegen unter Modellprojekte.

Ausführliche Informationen zu den einzelnen Modellprojekten sowie zum jeweiligen Stand der  Arbeiten liegen unter der Projektnummer vor.  Beispiel: OR 6.

Übersichtskarte zur Lage der Modellprojekte.

 

Abschlussbroschüre

Die Abschlussbroschüre zum Projekt "Lebendiger Rhein - Fluss der tausend Inseln" können Sie hier herunterladen.

 

Projektbeirat

Ein Beirat aus Vertretern der relevanten Bundesbehörden und Bundesfacheinrichtungen, der betroffenen Länder sowie wissenschaftlicher Experten begleitet das Projekt.

In diesem Beirat werden die Konzepte und konkreten Maßnahmen sowie im Zuge der Realisierung auftretende Probleme  frühzeitig ressortübergreifend diskutiert und bewertet.

Die aktuelle Besetzung des Projektbeirates.

 

Integration in Rheinschutzpolitik und Verwaltungshandeln

Die Maßnahmen am Rhein sollen als exemplarische Lösungen Impulse für die weitere Umsetzung des "Rheinprogramm 2020" durch die IKSR bzw. ihre Mitgliedsstaaten liefern. Deshalb werden Ergebnisse regelmäßig für Politik und Verwaltung aufbereitet. Jährliche Berichte gehen an die IKSR, die Deutsche Kommission und den Projektbeirat. Eine Abschlusstagung soll Anfang 2007 die Ergebnisse das Projektes darstellen und diskutieren. 

 

Finanzierung

Das Projekt wird für die Laufzeit von 4 Jahren zu 50% von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt finanziert.  Die anderen 50% der Kosten werden von verschiedenen Stiftungen, Sponsoren und aus EU-Interregmitteln beigetragen.

Hier kommen Sie zur vollständigen Liste der Unterstützer des Projektes. 


Weitere Geldgeber gesucht

Für die Realisierung verschiedener Modellvorhaben werden noch weitere Geldgeber gesucht. Die Umsetzung der "kurzfristigen Maßnahmen" ist  finanziell im laufenden Projekt abgedeckt. Bei den "mittelfristigen Maßnahmen" stehen Mittel bisher nur für die Planungs- und Genehmigungsphase  zur Verfügung. Bei den Baumaßnahmen ist das Projekt darauf angewiesen, dass sich weitere Geldgeber für den Rhein engagieren. Kleine Beträge, z.B. für den Rückbau von ein paar Metern Steinschüttung sind genauso willkommen wie die Übernahme der Kosten größerer Bauvorhaben wie etwa dem Anschluss eines Nebenarmes.   

 

 

 


 

Realisierung und Gestaltung:
flex-on Design und Service für Web und Print